Junge Unternehmen im Handwerk

Ziel des Praxischecks „Junge Unternehmen im Handwerk“ war es, die bürokratischen Hürden in Betrieben, die zwischen zwei und fünf Jahren am Markt existieren, zu identifizieren und im besten Fall zu beseitigen, um das wirtschaftliche Überleben von Handwerksunternehmen nach der Gründung zu sichern und eine Geschäftsübernahme dauerhaft attraktiver zu gestalten.

Handwerkerin mit Arbeitsschutzausstattung bearbeitet Möbelteile mit einer Abrichthobelmaschine


Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der sechs niedersächsischen Handwerkskammern (HWK), der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen e.V. (LHN), der Unternehmensverbände Handwerk Niedersachsen e.V. (UHN), dem Referat 20 des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen und der Clearingstelle wurde ein Fragebogen entwickelt, der mit einem Anschreiben des Ministers für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, von den Betriebsberatern der niedersächsischen HWK an die Handwerksbetriebe versandt wurde. Dieser Fragebogen wurde von 312 Betrieben beantwortet.
Aus den über 100 Rückmeldungen, die sich für weitere Rückfragen zur Verfügung gestellt hatten, wurden unter Berücksichtigung der Branchen und der geografischen Verteilung die am Workshop teilnehmenden Betriebe ausgewählt.

Teilnehmer des Workshops auf der Treppe der Handwerkskammer Hannover

Die Auswertung der Fragebögen ergab für den Workshop folgende Schwerpunktthemen:

  • Anmeldung und Genehmigung
  • Berichts- und Dokumentationspflichten
  • Förderung und Finanzierung
  • Steuern und Abgaben

An dem ganztätigen Workshop nahmen neben der Clearingstelle und dem Referat 20 aus dem MW neun junge Handwerksunternehmen, sechs Betriebsberaterinnen und Betriebsberater aus den Bezirken der Niedersächsischen Handwerkskammern, zwei Juristen und Steuerberater sowie Vertreterin und Vertreter von UHN und LHN teil.

Zunächst wurden in kleinen Arbeitsgruppen und danach in der großen Runde die bürokratischen Hindernisse zu den o.g. Themenkomplexen aufgezeigt und mögliche Lösungsvorschläge erarbeitet.

Das daraus entwickelte Empfehlungspapier finden Sie hier:

Handwerker bei der Installation eines Heizkreisverteilers für eine Fußbodenheizung

Die Empfehlungen aus dem Praxischeck “Junge Unternehmen im Handwerk” wurden in die relevanten Gremien in Niedersachsen, beim Bund und der EU eingebracht und deren Umsetzung konsequent von der Clearingstelle verfolgt. Den aktuellen Stand der Umsetzung finden Sie hier…

Die Clearingstelle dankt dem MW für die Beauftragung und die gute Zusammenarbeit bei der Durchführung des Praxischecks. Außerdem gilt der Dank den Teilnehmenden des Workshops für die wertvollen Beiträge und ihr Engagement.